Zulassung eines Pkw – darauf ist zu achten

//Zulassung eines Pkw – darauf ist zu achten

Zulassung eines Pkw – darauf ist zu achten

2014 wurden nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes 3,04 Millionen Pkws in Deutschland neu zugelassen, 2,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Eine Zulassung ist Pflicht in Deutschland, damit ein Auto auf der Straße gefahren werden darf. Wer sich einen Neuwagen kauft, darf also nicht erst einmal gemütlich seine erste Runde drehen.

Doch welche Voraussetzungen sind notwendig, damit ein Auto zugelassen wird? Welche Unterlagen müssen vorgelegt werden und wie lässt sich der Vorgang verkürzen? Hier habe ich die wichtigsten Informationen zur Zulassung zusammengetragen.

Eine Kfz-Haftpflicht muss bestehen

Zulassung neuer Pkw

Mittlerweile wird die Zulassung neuer Pkw immer einfacher, da einige Gemeinden bereits die Möglichkeit zur Verfügung stellen, eine Online-Anmeldung durchzuführen. Trotzdem bedarf es einer gewissen Vorbereitung.

Jeder kann sich selbst entscheiden, in welchem Umfang er sich und sein Fahrzeug versichert? Nicht ganz. Eine Kfz-Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland. Hintergrund dafür ist, dass jeder Geschädigte im Straßenverkehr Schadensersatz bekommen soll – unabhängig davon, wie liquide der Verursacher ist.  Für die Kfz-Haftpflicht gilt grundsätzlich:

  • Die Haftpflicht deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden.
  • Schäden am eigenen Fahrzeug werden nicht übernommen. Dafür ist eine zusätzliche Versicherung notwendig.
  • Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestsumme zur Deckung beträgt 7,5 Millionen Euro bei Personenschäden, 50.000 Euro bei Vermögensschäden und 1,12 Millionen Euro bei Sachschäden.

Dabei kann sich ein Wechsel der Kfz-Haftpflicht lohnen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sind deutsche Autofahrer sehr wechselfreudig – und profitieren häufig davon. Der Nachweis einer Kfz-Haftpflicht geschieht über die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB). Dies funktioniert folgendermaßen:

  1. Autofahrer erhalten von Ihrer Versicherung eine eVB-Nummer.
  2. Mit dieser überprüft die Zulassungsstelle, ob das betreffende Fahrzeug versichert ist.
  3. Im Anschluss erhalten Versicherte zusätzlich einen Versicherungsschein.

Dieser Vorgang ist im Regelfall unkompliziert. Bei einigen Gemeinden besteht auch bereits die Möglichkeit die Kfz-Haftpflicht auf elektronischem Weg nachzuweisen. Verschiedene Kfz-Versicherer bieten zudem Online-Optionen an. So stellt es beispielsweise kein Problem dar, die für den Nachweis der Kfz Versicherung benötigte eVB-Nummer bei RV24 online zu erfragen.

Alle wichtigen Unterlagen zusammentragen

Wie bei den meisten rechtlichen Vorgängen ist auch bei einer Kfz-Zulassung eine Vielzahl an Unterlagen notwendig. Dazu gehört die sogenannte Übereinstimmungsbescheinigung. Diese trägt auch den Namen COC (Certificate of Conformity). Sie bestätigt, dass ein Fahrzeug mit seiner Typenbezeichnung gemäß EU-Regeln übereinstimmt. Unerlässlich ist außerdem ein Personalausweis oder Reisepass. Wer eine andere Person mit der Zulassung beauftragt, muss dieser eine Vollmacht ausstellen. Außerdem müssen Halter eines Fahrzeugs den Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II) vorlegen. Die Zulassungsbescheinigung Teil I wird dagegen bei der Zulassung ausgestellt – zumindest bei Neufahrzeugen. Dafür muss ein Antrag ausgefüllt werden. Hinzu kommen noch die Einzugsermächtigung für die Kfz-Steuer und die bereits erwähnte eVB-Nummer:

Noch einmal zusammenfassend:

  • Übereinstimmungsbescheinigung
  • Personalausweis beziehungsweise Reisepass
  • Zulassungsbescheinigung Teil II und ausgefüllter Antrag für Teil I
  • Einzugsermächtigung für Kfz-Steuer
  • eVB-Nummer

Wer ein Auto als Firmenfahrzeug verwenden möchte, benötigt zusätzlich einen Handelsregisterauszug beziehungsweise eine Gewerbeanmeldung. Unterschiede bestehen auch zwischen Neu- und Gebrauchtwagen. Käufer eines Gebrauchtwagens sollten bereits die Zulassungsbescheinigung Teil I besitzen und diese bei der Zulassung vorlegen. War das betreffende Fahrzeug bisher in einem anderen Kreis zugelassen, ist es außerdem notwendig, die Kennzeichen mitzubringen.

Anmeldung beim Amt

Die Zulassung eines Fahrzeugs erfolgt bei der zuständigen Zulassungsstelle. Sie kann unter Umständen mit einer längeren Wartezeit verbunden sein. Damit sich diese in Grenzen hält, ist es wichtig, ein paar Dinge zu beachten. Dazu gehört, dass alle Dokumente vollständig vorhanden sind. Grundsätzlich reagieren die Behörden an dieser Stelle rigoros: Fehlt etwas, heißt es wiederkommen.

Unterschiede bestehen hingegen dahingehend, ob das betreffende Kfz vorgeführt werden muss. In einigen Landkreisen ist dies Pflicht, in anderen genügt eine schriftliche Bestätigung eines örtlichen Kraftfahrzeughändlers, dass das Auto betriebssicher ist. Für die Fahrt zur Zulassungsstelle benötigen Autofahrer übrigens ein Kurzzeitkennzeichen.

Einige Vorgänge lassen sich verkürzen, indem sie online vorbereitet werden. Auch die Reservierung eines Wunschkennzeichens – sollte dieses noch verfügbar sein – lässt sich in der Regel online erledigen. Die komplette Neuzulassung ist allerdings noch nicht über das Internet möglich. Die entsprechenden Papiere müssen Fahrer persönlich abholen beziehungsweise eine mit einer Vollmacht ausgestattete Person.

Vertragsunterschrift

Nach dem Kauf eines Fahrzeugs muss dieses natürlich erst einmal zugelassen werden. Mit der richtigen Vorbereitung wird dies jedoch zum Kinderspiel.

Übrigens: Ganz kostenfrei ist eine Zulassung nicht. Die Gebühren dafür halten sich allerdings in Grenzen. In jedem Fall sollten die Besitzer des Fahrzeugs darauf achten, dass sie keine Kfz-Steuer mehr schuldig sind. Denn Rückstände müssen vor einer Zulassung beglichen werden.

Abbildung 2: Nach dem Kauf eines Fahrzeugs muss dieses natürlich erst einmal zugelassen werden. Mit der richtigen Vorbereitung wird dies jedoch zum Kinderspiel.

Vorbereitung spart Zeit

Wer sich sorgfältig auf die Zulassung vorbereitet, hat Vorteile. Vor allem das Internet eröffnet in diesem Zusammenhang neue Möglichkeiten. Ganz auf den Gang zur Behörde verzichten lässt sich allerdings noch nicht – außer man schickt eine bekannte Person mit den notwendigen Papieren. Doch im Regelfall ist die Zulassung selbst nicht mehr als eine lästige Formalität – vorausgesetzt die erforderlichen Unterlagen sind komplett. Mit unserem Ratgeber lässt sich dies leicht nachprüfen.

Bilder:

Abbildung 1: @ Didgeman (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ Unsplash (CCO-Lizenz) / pixabay.com

 

By |2015-10-19T10:33:59+00:0019.10.2015|Empfehlungen|0 Comments

About the Author:

Mein Name ist Frank* ich bin 39 Jahre alt und zertifizierter Automobilverkäufer. Seit nunmehr 17 Jahren verkaufe ich Automobile im Premiumsegment, Hier im Blog schreibe ich über meine persönlichen Erlebnisse und Ansichten. (*Name wurde geändert)

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