Vielleicht ein „ganz normaler“ Arbeitstag eines Autoverkäufers…vielleicht…

//Vielleicht ein „ganz normaler“ Arbeitstag eines Autoverkäufers…vielleicht…

Vielleicht ein „ganz normaler“ Arbeitstag eines Autoverkäufers…vielleicht…

Wer sich schon immer mal gefragt hat wie so ein „Traum-Arbeitstag“ eines Autoverkäufers aussehen kann, dem sei dieser Bericht gewidmet. Alle Autoverkäufer die auch solche Arbeitstage haben, herzlichen Glückwunsch – welcome to the Team!

Gestern war es mal wieder soweit – wenn so die Woche beginnt kannst eigentlich gleich wieder nach Hause gehen und dich ins Bett legen…

Mein (Alp-)Traum-Arbeitstag als Autoverkäufer

Eigentlich sah der Tag recht friedlich aus als er sich so in meinem Terminkalender früh am morgen präsentierte – eine Verkäuferbesprechung um 09:00 Uhr, eine Leasing-Rücknahme um 10:00 Uhr mit nachfolgender Auslieferung des Neuwagens, um 13:00 Uhr eine Probefahrt bis morgen und um 14:00 Uhr ein Beratungsgespräch. Irgendwie hoffte ich drauf vielleicht noch am Nachmittag mit einem Freund eine gemütliche 9-Loch-Runde auf dem heimischen Golfplatz gehen zu können als ich in der Früh ins Auto stieg.

Wenige Minuten später dann schon die erste Hiobsbotschaft: der Neuwagen der um 11 Uhr zur Auslieferung ansteht hat ein technisches Problem – ich soll bitte den Termin verschieben. Auf wann? Keine Ahnung bekam ich als Antwort – der Fehler muss im Werk diagnostiziert werden und dann kommt Abhilfe – wie lange dies dauert kann keiner abschätzen. Also habe ich noch im Auto versucht den Kunden zu erreichen, der ja vor Übergabe seines Neuwagens zunächst seinen Altwagen zur Leasingbegutachtung hätte abgeben müssen – Leider erreichte ich weder ihn persönlich noch seine Sekretärin – also Mailbox.

Dann Verkäuferbesprechung – Montag, 09:00 Uhr: Ich weiß beim besten Willen nicht was meinen Chef immer wieder zu diesen Terminen und Besprechungen zwingt – vermutlich hat er eine gewisse Anzahl an durchgeführten Besprechungen in seiner Zielvorgabe – denn es gab NICHTS was meine Kollegen und ich nicht schon gewusst hätten, alle Verkaufsmaßnahmen werden ja über Emailverteiler und werkseitige Emailhinweise so lange in jedes elektronisches Postfach gesteckt bis auch der letzte Verkäufer weiß dass es nun auf das Modell X noch den zusätzlichen Supa-Dupa-Hab-Dich-Lieb-und-sag-keinem-dass-ich-ein-ungefragtes-Modell-bin-Bonus gibt.

Achja – und natürlich, meine Herren, wir haben bald Quartalsende – also bitte alles auf die Strasse was geht – wir brauchen die Zahlen, der Hersteller braucht die Zahlen, nichts stehen lassen, wenn möglich auch die Haltedauer bei Vorführwagen aufheben… blablabla… Irgendwann werde ich meinem Chef mal eine Digitalkamera kaufen, mit der kann er dann einmalig diesen Vortrag aufnehmen und uns dann auf unsere Iphones als Podcast bereitstellen – damit wir morgens mit diesem Mantra sanft geweckt werden… – ich mein: Was glaubt so ein Chef eigentlich? Lassen wir Verkäufer „mutwillig“ irgendwelche Fahrzeuge stehen und liefern sie NICHT aus, lächerlich – schließlich bekomme ich nur Geld wenn ich liefere – und vielleicht haben wir auch noch so was wie einen Kunden der auf sein bestelltes Produkt wartet und den Tag der Übergabe herbeisehnt… – aber egal – mit so einem Podcast würde ich mir das Procedere zur Verkäuferbesprechung vor Quartalsende ersparen – ich glaub ich schlage es ihm wirklich mal vor 😉

Ok, Verkäuferbesprechung fertig, Handy wieder an und viola: 5 neue Anrufe auf meiner Mailbox. Anruf eins – der Kunde der eigentlich um 10:00 uhr die Leasingrückgabe hat und dann um 11 Uhr sein neues Auto übernehmen wollte – noch recht freundlich, Anruf zwei, gleicher Kunde aber schon ungehalten weil ich nicht erreichbar bin. Anruf drei, gleicher Kunde – sehr erzürnt weil ich ihn nach 2 Minuten noch nicht zurückgerufen habe, Anruf vier, der Kunde der für morgen eine Probefahrt ausgemacht hat mit der Bitte um Rückruf und Anruf fünf, die herstellereigene Fahrzeugbank dass sie noch eine Kopie eines Gewerbenachweises für ein Auftrag aus dem März benötigt weil die Revision dies anmahnt.

Jetzt gilts Prioritäten zu setzen – Anruf von der Bank auf Prio „unwichtig“ und los geht’s – zunächst mal den Kunden besänftigen dass sein neues Auto „technische Mängel“ hat und deswegen nicht zur Lieferung bereit steht… – der Kunde ist natürlich nicht gerade begeistert – also um es genau zu sagen: er tobt – und zwar in voller Lautstärke und in voller Ausführlichkeit – es ist ja tragisch und ich kann ihn gut verstehen, aber deswegen so einen Tobsuchtsanfall hinzulegen ist dann doch etwas übertrieben, vor allem weil er ja noch einen fahrbahren Untersatz hat… – Naja… – Begeisterung auf der anderen Seite der Leitung klingt anders, vor allem weil der Kunde natürlich detailliert und genauestens wissen will „WAS?“ sein neues Auto denn nun genau hätte… – vor allem weil er mit seinem jetzigen auch eine ellenlange Werkstatt-Odyssee hinter sich hat und er natürlich nun schon von Anfang an ein „schlechtes Gefühl“ hat – und um diesem schlechten Gefühl ein Ventil zu geben bittet er mich, darüber nachzudenken was ich tun kann damit er wieder ein besseres Gefühl bekommt… Na prima!

Nach diesem Telefonat piepst schon wieder meine Mailbox – es ist schon wieder der Probefahrts-Kunde von morgen dran, er könne nicht verstehen so sagt er mir auf die Mailbox, warum ich mich noch nicht gemeldet hätte und ob das mein Dienstleistungsverständnis wäre… Na prima!

Also Telefonnummer gewählt, und voila – der nächste der mir flapsig am Telefon seinen Unmut entgegnet… – auf meine „Entschuldigung“ dass ich gerade mit einem anderen Kunde telefoniert habe entgegnet er nur „interessiert mich nicht!“ – und eigentlich ruft er nur an, weil er die Probefahrt von morgen auf heute verschieben will… – ein kurzer Blick in den Computer zeigt mir aber dass das Auto bereits über Nacht draußen ist und frühestens morgen gegen 11:00 Uhr frisch gewaschen und gestrigelt für diesen Kunden zur Verfügung steht – so wie wir es eigentlich ausgemacht haben… – nun gut, nach langem Hin- und Her geht’s dann anscheinend bei ihm doch und wir verabreden uns abermals – wie schon vor Tagen geschehen – für morgen 11 Uhr. Nachdem ich auflegte fragte ich mich was denn dann dieser ganze Stress und das ganze Hick-Hack soll wenn es ja nun doch geht…

Den weiteren Vormittag verbrachte ich mit Dingen die mit dem direkten Autoverkaufen nicht wirklich auch nur einen Hauch etwas zu tun haben, denn ein Kunde dem ich vor Jahren zum Leasing noch eine Versicherung verkauft habe hat nun einen Hagelschaden und wer darf alles lösen und in Auftrag geben – RICHTIG! Der Autoverkäufer! Also Gutachter-Termin ausmachen, mit der Spenglerei telefonieren, Termin vereinbaren, Leihwagen auftreiben – natürlich nicht von einer Autovermietung denn der wird von der Versicherung nicht übernommen, sondern aus dem Fuhrpark vom Autohaus – aber bitte unbedingt einen Kombi – am besten gleiches Modell – sowieso klar!

12 Uhr Mittag, noch nichts verkauft, aber hungrig! Also ab zum Essen – schönes Wetter – ab zu meinem Lieblings-Currywurst Verkäufer. Ich hab noch nicht mal den Spiesser zum ersten Bissen meiner Wurst hineingesteckt klingelt schon das Handy – die Kunde für die Probefahrt wären nun da berichtet mir die Infodame – ich schau auf die Uhr: 12:13 Uhr – also 47 Minuten zu früh… – Na prima!

Ich schlinge noch kurz die heisse Wurst runter und schon bin ich um 12:30 Uhr wieder im Autohaus wo mich ein sehr irritiertes älteres Pärchen schon an meinem Schreibtisch sitzend nun ansieht und gar nicht verstehen kann dass mein Schreibtisch verwaist war weil ich mal was Essen war… Vielleicht meinen die ich wohne an meinem Schreibtisch, brauche weder Nahrung noch habe ich sonstige Bedürfnisse…?

Und mit der gleichen Selbstverständlichkeit meinen die beiden, dass ich nun auch noch mitfahre bei der Probefahrt – nein, garantiert nicht! Ich mache keine begleiteten Probefahrten mehr – ich bin nicht lebensmüde – never – no way! Als ich nach EINER STUNDE endlich mit dem Erklären der Grundfunktionen des Mittelklassefahrzeugs fertig war, war der Kunde so verdaddert dass er mich fragte wo denn nun der Blinker sei… – ok – ich sehe er hat das Konzept der Ingenieure verstanden – oder die Ingenieure ihn, egal – also noch mal die „Grundfunktionen“ erklärt und irgendwann hoffte ich darauf dass der Kunde nun endlich zum Hof hinaus rollt – tat er aber nicht – weil ich musste ihm noch das Navigationssystem erklären… 15 Minuten und einige Spracheingaben später rollte endlich die Limousine vom Hof! Na prima!

Uhren-Check: 14:15 – also schnell wieder rein an meinen Schreibtisch es müssten ja die Kunden für ein Beratungsgespräch schon da sein… – Kurze Nachfrage an der Information – niemand hat nach mir gefragt… hmmm… also dann ab an den Schreibtisch – mal schnell die 14 Emails die seit 12:00 Uhr reinkamen beantwortet… – Uhren-Check: 15:00 Uhr – kein Beratungskunde… – draussen in der Ausstellung war ein Pärchen gerade an einem Cabrio mit Sitzproben zu Gange… Uhren-Check: 15:02 – was machst jetzt? Meine Kollegen waren alle in Verkaufsgesprächen oder irgendwo im Haus unterwegs – ich war der einzige Verkäufer der gerade „frei“ war, wenngleich ich eigentlich ja demnächst Kunden erwartete… – also – ab geht’s zum Begrüßen am Fahrzeug. Nach einem kurzen Shakehands wird es schnell klar – hier besteht starkes Kaufinteresse – Kunde hat eigentlich schon den Kugelschreiber in der Hand. Na prima!

Also ab zum Schreibtisch – hinein in die Konfiguration des Wunschautos – Raten kalkuliert, Unterschied Leasing / Finanzierung, Kaffee bestellt an der Info weil nun geht’s ins Abschlußgespräch – also meinte ich, als ich aus dem Augenwinkel meinen für 14:00 Uhr anberaumten Termin für ein Beratungsgespräch vor dem Haus parken sah… – kurzer Uhren-Check: 15:34 Uhr – „nur“ 1 Stunde 34 Minuten Verspätung…

Ich entschuldigte mich bei dem Pärchen gegenüber von mir am Schreibtisch für 2-3 Minuten und hetzte Richtung Eingang. Dort empfing ich meinen „Termin“ – mittlerweile habe ich es mir abgwöhnt nach den Gründen der Verspätung zu fragen, zu niederschmetternd waren die Antworten… – ich sagte einfach, dass der Kunde nun noch, nachdem er sich ja drastisch verspätete, ein wenig gedulden müsse, und bat ihn ins Cafe, ein wenig verdutzt tat er das was ich wollte…

Wieder zurück am Schreibtisch dann auf in die Vertrags-Zielgerade – und 35 Minuten später dann die Ernüchterung: In dem Moment der Unterschrift legte der Käufer den Kugelschreiber wieder zur Seite und holte einen amtlich aussehenden Ausweis raus, Testkäufer! Mysterieshopper wie es neudeutsch heisst! Na prima!

Nun wollte er mit mir und meinem Verkaufsleiter noch ein Abschlußgespräch – aber nachdem ich sowieso eine Testkäufer-Allergie habe und im Cafe noch ein „echter“ Kunde wartet, beförderte ich ihn kurzerhand von meinem Schreibtisch weg ins Verkaufsleitungs-Sekretariat.

Im Cafe angekommen saß der 1,5 Stunden zu spät gekommene Termin und war sichtlich erregt dass ich erst jetzt für ihn Zeit habe… – klar war es mittlerweile: Uhren-Check: 16:10 Uhr – allerdings gingen von der über zweistündigen Verspätung mehr als 2/3-tel auf die Kappe des Kunden… – aber anscheinend gehen solche Kunden davon aus dass man nur sie als Kunden hat – und dass wir Verkäufer den ganzen lieben langen Tag nichts anderes zu tun haben als auf genau diesen EINEN Kunden zu warten, denn anders kann ich diese Reaktion nicht deuten!

Naja… – Das folgende Beratungsgespräch war eher ein Ausstattungspaket-Nörgeln „Warum geht das nicht, wenn ich dieses Paket nehme…?“ und „warum haben sie das nicht, der Hersteller XX hat dies aber“ etc pp. Schnell war klar dass der Kunde eigentlich nur wenig bis gar kein Interesse an einem neuen Auto hatte – aber anscheinend seine Passion im „Verkäufer-Quälen“ sieht, denn als ich Uhren-Check: 17:15 Uhr – eigentlich schon mit der kompletten Beratung „durch“ war, wollte er noch das gleiche Modell als Kombi und danach noch zwei andere Motorvarianten sowohl als Limousine als auch als Kombi gerechnet haben. Natürlich muss er dies nun alles erstmal auf sich wirken lassen und mit Steuerberater, Frau, Oma, Nachbarn, Papst und Herrn Obama besprechen, und dann würde er sich wieder melden… Vielen Dank!

Uhren-Check: 18:15 Uhr.

Als ich um 18:30 Uhr dann auf dem Zahnfleisch meinen Schreibtisch verließ und nach Hause fuhr habe ich mal überlegt WAS ich denn heute wirklich effektiv gemacht hatte und WIEVIEL ich heute verdient hatte und bin tief im Studium meines hinter mir liegenden Tages zu Hause angekommen, denn natürlich war um 18:30 Uhr an ein wenig geistige Zerstreuung bei einer 9-Loch Golfpartie nicht mehr zu denken… Meine Frau sah mir meinen Tag schon von weitem an und meine beiden Kiddies „verschonten“ mich mit nervenaufreibenden Nicht-ins-Bett-wollen-Arien, anscheinend merkten die auch was ihr Daddy heute wieder alles „erleiden“ musste.

By |2014-06-02T12:09:28+00:0024.09.2013|Allgemein|20 Comments

About the Author:

Mein Name ist Frank* ich bin 39 Jahre alt und zertifizierter Automobilverkäufer. Seit nunmehr 17 Jahren verkaufe ich Automobile im Premiumsegment, Hier im Blog schreibe ich über meine persönlichen Erlebnisse und Ansichten. (*Name wurde geändert)

20 Comments

  1. Thomas B. 24. September 2013 at 12:22 - Reply

    Hallo Frank*,
    schön, dass du den Tag überlebt hast. Ich kann dir nur sagen: Es gibt viele, die mit Dir leiden.
    Ich sagen mir nach solch einem Tag immer, ein Glück das er nun vorbei ist, denn nun kann es nur bergauf gehen.
    Viele Grüße aus der Automobil-Industrie
    Thomas

  2. Kollege 24. September 2013 at 13:01 - Reply

    Hallo „Frank“,
    Deine Schilderungen sind noch sehr untertrieben.
    Zu dem Thema Mysterieshopper: Da die Anzahl der Tests und der damit verbundene Zeitaufwand so stark zugenommen hat, wurde (von den Verkäufern) in verschiedenen AH schon eine Aufwandsentschädigung von 100,- Euro pro Test durchgesetzt ! So wird diese Zeit zumindest einigermaßen vergütet…

    • Frank 24. September 2013 at 13:26 - Reply

      100 Euro – auch nicht schlecht – aber wie ich die Verkaufsleiter kenne gibts die nur wenn man auch 100 Punkte im Test hat – oder andersrum – mit 85 Punkten (weil man die Anschlussgarantie und den Kaffee vergessen hat) gibts nur 85 Euro… 😉

  3. Sabrina 25. September 2013 at 08:53 - Reply

    Hy Frank,
    ja das mit der Termintreue bzw. dem Uhrenproblem von Kunden kenne ich nur zu gut – auch in meiner „Branche“ gibt es vermehrt Anzeichen dass die lieben Kunden und Interessenten immer mehr davon ausgehen dass ich 24h im Laden sitze und eine vorher vereinbarte Zeit nur ein vager Ausblick darauf ist dass der Kunde vielleicht an diesem Tag kommt… und natürlich sitze ich auch 24h vor der Email-Maschine und kann somit alle Anfragen innerhalb von 2 Min. beantworten… – Leider!

  4. foxrw 25. September 2013 at 11:33 - Reply

    Hi
    typischer Alltag, und die Bezahlung wird auch immer schlechter. Deshalb bin ich da ausgestiegen, aus dieser Mühle. Hat zum Schluss richtig krank gemacht. Schlimm, wenn man dann Angst hat, von einem Kunden angesprochen zu werden. Und, es gibt Alternativen…
    viel Kraft weiterhin…
    foxrw

  5. Leser 25. September 2013 at 14:42 - Reply

    Treffend beschrieben. Die Sperrsipitze ist dann, wen der vk Leiter fragt warum man keine Einheiten geschrieben hat, Vorschlag zu Güte, ersetzt die vk Leiter durch gefühlsfreie Maschinen , denn mehr vermitteln mir die vk Leiter nicht mehr.

  6. Leser 25. September 2013 at 14:58 - Reply

    Das denke ich auch, es macht nur noch krank, warum
    Sind wir die Marionette im Spiel , anstatt der Spieler ?

  7. Kollege2 25. September 2013 at 15:22 - Reply

    Lieber Frank,
    das ganze kommt mir sehr bekannt vor.
    Allerdings verkaufe ich im Jahr 120 Neuwagen, 80 Gebrauchtwagen, mache nebenher noch die ganze Dispo und schreibe auch noch die Übergabeinspektionen. Ah ja, die Fahrzeuge habe ich zuvor natürlich angenommen und auf Schäden überprüft.
    Selbstverständlich bin ich auch für die Preisauszeichnung sowie die Anpreisung der Fahrzeuge im Internet zuständig.
    Desweiteren bin ich auch Ansprechpartner für Leasing, Finanzierung, Versicherungen und natürlich auch Schäden jeglicher Art.
    Nicht zu vergessen die ganzen Laufkunden, die über meinauto.de oder autohaus24 schon ein Fahrzeug gefunden haben und bei mir nur eine Probefahrt machen möchten oder eine Beratung in Anspruch nehmen – gerne auch am Samstag nachmittag.
    Für mich gibt es leider nur eine Alternative – Ich muß hier raus…. leider…

  8. Michaela 25. September 2013 at 18:00 - Reply

    Ich habe mir Ihren Artikel durchgelesen und dachte mir nur „mein Gott“ was ist denn da los, aber ich glaube so geht es doch allen Verkäufern einmal oder nicht? Nicht genau so, aber manchmal ist es zum Haare raufen denke ich. Schön fande ich die Passage wie der Kunde wieder ein“ besseres Gefühl bekommt und die Ankunft Zuhause, ja das ist schon wirklich viel Wert wenn die Frau schon erkennen kann was so los war am Tage.

  9. Robert 26. September 2013 at 21:31 - Reply

    Hallo Frank,
    hallo liebe Kollegen,
    es ist anscheinend überall das gleiche…
    So werden einem die täglichen Steine mit dem Meiller-Kipper in den Weg geschüttet. Kopf hoch, die Experten und die Presse prognostizieren Fachkräftemangel 😉

  10. Rainer 26. September 2013 at 22:15 - Reply

    Hallo Frank,
    bei diesen Schilderungen bin fast froh einen Schreibtischjob mit eher geringem Kundenkontakt zu haben.
    Aber sogar ich merke das viele Kunden sich grundsätzlich nach dem Motto „Der Kunde ist König“ benehmen. Auch ich habe mich zwar schon dabei ertappt wie ich meinem Ärger über gewisse Probleme, beispielsweise bei meinem Mobilfunkanbieter, Luft gemacht habe, jedoch finde ich man sollte seinem Gegenüber, solange dieser freundlich bleibt, Verständnis zeigen. Ich denke mir immer er ist auch nur ein Mensch und will sein Brötchen verdienen.
    Ich hoffe der Rest der Woche ist besser verlaufen. 🙂

  11. Stammleser 28. September 2013 at 21:12 - Reply

    Leider ist obiger Tagesablauf regelmäßige bittere Realität. Schöne Momente gibt es leider immer seltener.
    Man ist einfach Mädchen für alles. Bekommt aber nur einen kleinen Teil seiner Tätigkeiten bezahlt (den eigentlichen Verkauf samt erfolgreicher Auslieferung).
    Am schlimmsten empfinde ich mittlerweile all die Theoretiker! Angefangen vom Chef der seit 20 Jahre nicht mehr aktiv im Verkauf war, aber alles besser weiß. Über den Trainer vom Hersteller, der einem zum millionsten mal erklärt, dass wenn man etwas genau so macht man der Starverkäufer wird. Bis hin zum Hersteller selbst, der über die tollsten Formeln das Arbeitsleben eines Verkäufers berechnen will.
    Und um dies berechnen zu können muss der Verkäufer all seine Kontakte und Verkäufe im online-basierten und hersteller-kontrollierten Verkaufsprogramm pflegen. Soviel Theorie- und Kontrollwahn (Chef, Verkaufsleiter, Trainer, Hersteller) kann kein normaler Mensch mehr dauerhaft ertragen.
    Verkaufen wird dabei nur noch zur Nebensache!
    Lieber noch ne Kontrollliste einführen. Dann wird bestimmt der Umsatz noch besser.
    Leider fehlt mir derzeit noch die Alternative für diesen Beruf. Aber sobald sich eine umsetzbare Idee/Chance ergibt werde ich Sie nutzen und raus aus dem Vertrieb!
    Vielleicht studiere ich auch doch noch irgendwann, gehe zu einem Hersteller und Quäle dann die verbliebenen Verkäufer mit meinen großartigen Theorien 😛

  12. Projekt-Selbstständigkeit 1. Oktober 2013 at 09:08 - Reply

    Hi, das ist der Nachteil an einem „Abwechslungsreichen“ Job… Aber zum Glück ist ja nicht jeder Tag so;-)

  13. Verla 14. Oktober 2013 at 23:00 - Reply

    Sehr interessanter Einblick in das Leben eines Autoverkäufers. Naja, ganz normal scheint der Arbeitstag nicht gewesen zu sein ;). Der Job als Autoverkäufer scheint ein richtig abenteuerlicher Beruf zu sein.

  14. Ich bin ein Testkäufer-Hunter! 17. Oktober 2013 at 09:25 - Reply

    […] Gestern war es wieder soweit – ich bekam wieder einen Testkäufer! Mittlerweile macht es mir schon richtig Spass diese lustigen Menschen zu enttarnen – und zwar schon weit bevor das Verkaufsgespräch richtig begonnen hat. Klar gelingt es mir nicht immer – so wie hier: Vielleicht ein “ganz normaler” Arbeitstag eines Autoverkäufers…vielleicht… […]

  15. Sebastian 18. Oktober 2013 at 14:08 - Reply

    Ich weiß zwar nicht warum, aber ich konnte nicht aufhören zu lesen. Wahrscheinlich weil ich solche Tage sehr gut kenne… 🙂

  16. Verkäufer 29. Oktober 2013 at 21:09 - Reply

    Ich habe mir abgewöhnt Termine zu machen, bei mir gibt es früh, vormittag, früher Nachmittag und Abend, fertig!

    Klingt jetzt etwas dramatisch und kann nicht funktionieren, aber ich schwöre, aufgrund dieser chaotisch wirkenden Zeiteinteilung habe keine Probleme mehr mit terminüberschneidungen bzw. Kein Kunde ist sauer, weil er vielleicht mal 10 min auf mich warten muss.

    Ich habe es mir an so einem Tag wie oben beschrieben abgewöhnt, Termin von 14.00 Uhr ist um 15.00 Uhr gekommen, der um 16.00 Uhr ist auch um 15.00 Uhr gekommen, die Probefahrt die um 17.30 Uhr retourkommen wollte ist um 15.00 Uhr gekommen und wollte das Auto gleich kaufen, sauer waren alle 4 auf mich….

  17. […] Produkten wie Automobilen erfordert viel Geduld, Fingerspitzengefühl, Mut und Engagement. Der Arbeitstag eines Autoverkäufers ist oft sehr anstrengend, kaum vorhersehbar und oftmals nur mit extremen Improvisationstalent […]

  18. Peter 18. April 2014 at 12:20 - Reply

    Ich mache den Job seit nunmehr 27 Jahren und kann nur sagen: DANKE für diesen Blog!
    Kollegiale Grüße

  19. Frank 2 23. September 2015 at 19:53 - Reply

    Hallo zusammen
    Bin seit 1984 in diesem Geschäft.
    Bis Mitte der 90er hat es richtig Spaß gemacht und wir haben auch noch Geld verdient.
    Das ist heute leider nicht mehr so.
    Die Anforderungen werden immer mehr,
    das Nachlassverhalten ist eine Katastrophe die Anforderungen haben sich vervierfacht. Fahrzeugverkauf, Leasing, Finanzierung, Versicherung,Dienstleistumgspakete, etc.etc. Der Tag hat aber immerfort nur 24 Stunden.
    Verständnis von VW oder Chef Fehlanzeige.
    Kannst du nicht mehr sitzt in kürzester Zeit ein Neuer auf deinem Stuhl.
    Ja schade, war mal ein toller Beruf.
    Ich war mal Stolz.
    Bin leider zusammen alt um was neues zu machen.
    Augen zu und durch auch bei der Premiummarke.
    Haltet durch
    Frank 2

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