Verhandlungsgeschick beim Autokauf

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Verhandlungsgeschick beim Autokauf

Für einen gut funktionierenden PKW geht in der Regel ein ordentlicher Betrag über den Tisch, der zunächst einmal angespart werden muss. Dementsprechend bewusst sollte der eigentliche Kauf erfolgen, inklusive einer zufriedenstellenden Preisverhandlung, die hoffentlich dazu führt, dass vom beiseitegelegten Geld noch ein schöner Betrag übrigbleibt. Das passende Verhandlungsgeschick lässt sich zum Glück erlernen!

Vorbereitung ist das A und O beim Verhandeln

Preisverhandlungen um ein Auto gleichen ein wenig einem spannenden Spiel, bei dem natürlich jede Seite gewinnen möchte. Da es in der Realität um eine Stange Geld geht, gehört eine gute Vorbereitung einfach mit dazu, wie zum Beispiel das Kennenlernen der Regeln eines Brettspiels, aber auch die strategischen Vorausüberlegungen beim Schach. Wer nicht von privat kauft, sondern einen Händler konsultiert, trifft auf geschultes Verkaufspersonal, das sich nicht so leicht beirren lässt! Aber auch bei einem Privatverkauf will der aktuelle Inhaber Ihres Wunschautos das Beste für sich herausholen, und hat sich deshalb auf seine eigene Weise vorbereitet. Als Autokäufer lohnt es sich, möglichst viele Informationen über das gewünschte Modell einzuholen, zum Beispiel bezüglich der aktuellen Marktnachfrage und des durchschnittlich erzielten Preises. Auch ist es von Interesse, ob für Ihren gewünschten Wagen bereits ein erfolgreiches Nachfolgemodell existiert. Aber auch offiziell bekannte technische Schwächen, die immer wieder auftreten, bieten guten Verhandlungsstoff. Informieren Sie sich zusätzlich über die zur Auswahl stehende Sonderausstattung und überlegen Sie sich genau, für welches besondere Merkmal Sie einen Aufschlag zu zahlen bereit sind – und für welches nicht. Mit diesen wichtigen Angaben im Hinterkopf gehen Sie gut vorbereitet in Ihr Verkaufsgespräch.

Mit dem Pokerface zur Probefahrt

Auch ein bisschen Bluffen gehört auf jeden Fall dazu, wenn Sie ein möglichst gutes Schnäppchen schießen möchten. Die Überbetonung von Mängeln, die ihnen in Wahrheit gar nicht so wichtig sind, lässt sich in diese Kategorie einordnen. Dazu zählen beispielsweise ein zu klein geratener Laderaum oder ein schwerfälliger Klappmechanismus der Rückbank. An dieser Stelle können Sie auch ein anderes Auto erwähnen, dass Sie bereits gesehen haben und das Ihnen in dieser Hinsicht ein wenig besser gefällt. Aber wenn der Wagen hier etwas günstiger wäre … Ein echtes Pokerface zum erfolgreichen Bluffen besitzt natürlich nicht jeder, doch das lässt sich tatsächlich einüben: Probieren Sie einfach als Vorbereitung auf Ihren Deal ein paar Runden Poker mit Freunden und versuchen Sie, Ihre Mitspieler geschickt über den Tisch zu ziehen. An den Strategien des Pokerspiels lassen sich erstaunlich zugkräftige Methoden erlernen, um ein Geschäft ins Rollen zu bringen. Dasselbe trifft übrigens auch auf das bereits erwähnte Schachspiel zu, hierbei geht es vor allem um Geduld, Ausdauer und einen übergeordneten Plan.

 

Nehmen Sie sich auf jeden Fall genügend Zeit für das Gespräch, Termindruck könnte Ihre Position schwächen. Schauen Sie sich den betreffenden Wagen in aller Ruhe an und nehmen Sie sich eine fachkundige Begleitperson mit, falls Sie selbst nicht so viel von Autos verstehen. Richtig gute Argumente liefern auch ausgedruckte Angebote aus dem Internet, die Ihren persönlichen Vorstellungen möglichst nahekommen. Der Verkäufer sollte deutlich merken, dass Sie sich attraktive Alternativen offenhalten und deshalb nicht gerade auf sein Angebot angewiesen sind. Und noch eines ist wichtig: Genau wie beim gemeinsamen Spiel mit Freunden sollten Sie auch im geschäftlichen Gespräch nicht vergessen, sich sympathisch und verhandlungsbereit zu geben. Trifft Ihr Gegenüber auf harten Granit, wird er wahrscheinlich ebenfalls recht schnell dichtmachen – und das gesamte Spiel macht weder Spaß noch führt es zu einem befriedigenden Ergebnis.

Natürlich könnten Sie auf die harte Tour unter Umständen trotzdem gewinnen und Ihre Preisvorstellungen knallhart durchdrücken, doch das ist nicht dasselbe wie dieses humorige und freundliche Zusammenspiel zwischen Käufer und Verkäufer, das echte Geschäftsprofis so sehr schätzen.

 

By | 2017-01-30T11:56:24+00:00 Januar 30th, 2017|Empfehlungen|0 Comments

About the Author:

Mein Name ist Frank* ich bin 39 Jahre alt und zertifizierter Automobilverkäufer.
Seit nunmehr 17 Jahren verkaufe ich Automobile im Premiumsegment, Hier im Blog schreibe ich über meine persönlichen Erlebnisse und Ansichten. (*Name wurde geändert)

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