Mieten statt kaufen – Carsharing ist im Trend!

//Mieten statt kaufen – Carsharing ist im Trend!

Mieten statt kaufen – Carsharing ist im Trend!

Ein Auto zu „besitzen“, zu kaufen ist nicht mehr trendy! Jeder zweite Autofahrer kann sich mittlerweile lt. einer repräsentativen Umfrage des Institus Aris für den Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom)  vorstellen, Carsharing-Angebote zu nutzen.

CarsharingBei den unter 30-Jährigen sind es zwei Drittel, in der Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahre über 60 Prozent die bereits heute schon mit dem Thema Carsharing liebäugeln.  Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage des Instituts Aris für den BITKOM. Dabei wurden im August 2013 mehr als 1.000 Deutsche ab 14 Jahren befragt, darunter 712 Autofahrer ab 18 Jahre.

Die IT-Technologie der heutigen Smartphones fördert das Wachstum von Carsharing und die stationsunabhängigen Angebote wie DriveNow oder Car2Go partizipieren davon überdurchschnittlich. Per Smartphone-App können angemeldete Nutzer nach einem verfügbaren Auto in der Umgebung suchen und dies direkt buchen. Gezahlt wird per Kreditkarte oder Bankeinzug lediglich für die genutzten Minuten. Nach der Fahrt können sie das Auto irgendwo parken, es fallen keine Parkgebühren an. Das Auto ersetzt hier die Fahrt mit dem Taxi, dem U-Bahn, S-Bahn, Bus oder der Straßenbahn. Autohersteller wie BMW und Mercedes setzen auf diese stationsunabhängigen Carsharing-Formen, und die Fahrzeuge fliessen nach der Nutzung in den Carsharing-Pools über die werkseigenen Kanäle wieder zurück an den Gebrauchtwagenverkauf. Der Neuwagenverkäufer schaut in die Röhre, den Gebrauchtwagenverkäufer freuts!

Die stationsabhängigen Car-Sharing Modelle wie z.B. Flinkster sind mit dem klassischen Mietwagen vergleichbar. Neu bei Car-Sharing ist die Variante bei der Autobesitzer ihren eigenen Wagen gegen Geld anderen zur Verfügung stellen. Meistens ist ein spezieller Versicherungsschutz hierfür inkludiert. Im Internet gibt es bereits erste Plattformen wie www.autonetzer.de die Eigentümer von Autos und Interessenten zusammenbringen.

Mir persönlich ist das „Verleihen meines Autos“ bei weitem nicht so sympatisch – vielleicht bin ich auch aufgrund der unzähligen Probefahrten die ich im Lauf meiner Karriere gemacht oder rausgegeben habe ein „gebranntes Kind“ – das mag sein! Auch die stationsabhängige Variante bietet mir nicht die Flexibilität die ich bei den stationsunabhängigen Car-Sharing Varianten habe. In der Sekunde in der ich ein Auto benötige schaue ich einfach kurz aufs Iphone wo das nächste steht, reservier es mir mit einem Klick und schon kann ich die Fahrt unternehmen. In meinem eigenen Bekanntenkreis haben sich mittlerweile auch schon zwei Familien komplett gegen ein eigenenes Auto entschieden. Sie leben mitten in der Stadt, haben U- und S-Bahn sowie Busse in unmittelbarer Nähe und wenn sie ein Auto benötigen dann greifen sie auf Carsharing zurück.

Carsharing nur in (Groß-)Städten

Klar ist aber auch, dass Carsharing nur in (Groß-)Städten Sinn macht, auf dem platten Land könnte sich dieser Trend (Laut Bundesverband Carsharing haben im vergangen Jahr rund 450.000 Kunden über 11.000 Fahrzeuge bei professionellen Carsharing-Anbietern genutzt) sicherlich nicht durchsetzen, zu unterschiedlich sind die Bedürfnisse an die individuelle Mobilität auf dem Land – ausserdem sind hier schon seit Jahren andere „Modelle“ wie Fahrgemeinschaften erfolgreich – teilweise werden sie sogar von Firmen unterstützt die mehreren Mitarbeitern in der gleichen Region einen Firmenwagen für Fahrgemeinschaften zur Verfügung stellen.

Der Trend geht insgesamt weg vom eigenen Auto.

Das Potenzial von Car-Sharing wird auch in den langfristigen Entwicklungen deutlich, die jährlich im Deutschen Mobilitätspanel untersucht werden. Der Anteil der 18 bis 35-Jährigen, die regelmäßig einen eigenen PKW nutzen, nimmt langfristig ab: seit Ende der 90er Jahre von 58 Prozent auf derzeit 46 Prozent – für uns Autoverkäufer und hier gerade die Neuwagenverkäufer ist dieser Trend natürlich schon jetzt erkennbar und in Zukunft sicherlich existenzbedrohend!

By | 2013-10-09T04:05:36+00:00 Oktober 9th, 2013|Allgemein|7 Comments

About the Author:

Mein Name ist Frank* ich bin 39 Jahre alt und zertifizierter Automobilverkäufer.
Seit nunmehr 17 Jahren verkaufe ich Automobile im Premiumsegment, Hier im Blog schreibe ich über meine persönlichen Erlebnisse und Ansichten. (*Name wurde geändert)

7 Comments

  1. Martin 10. Oktober 2013 at 12:31 - Reply

    Ich finde Car-Sharing super und nutze es auch sehr oft. Tolle Idee 🙂

  2. Dennis Taxischein 11. Oktober 2013 at 11:15 - Reply

    Ich habe Car-Sharing selber noch nicht genutzt aber habe von ein paar Freunden gehört das es ganz praktisch ist.
    Ob Car-Sharing doch nur eine Modeerscheinung bleibt, wie ich glaube wird sich ja herausstellen.
    Das gleiche Prinzip gab es ja schon mit fahrrädern. Gibt es die eigentlich noch?

  3. Sabine 11. Oktober 2013 at 14:22 - Reply

    Eine super Idee! Ich selber nutze es ebenfalls, da ich ein Auto durch sehr gute öffentliche Verkehrsmittelverbindungen nur sehr selten brauche 🙂

  4. Delu 11. Oktober 2013 at 17:53 - Reply

    Das stimmt. Car-sharing ist absolut im Trend, aber nicht jeder Trend ist auch gut. Aber es ist zu dem auch noch eine richtig gute Idee mit vernünftigen zukunftspotenzial. Gerade in (Groß)Städten sollte man es mal ausprobieren.

  5. muzik shqip 14. Oktober 2013 at 03:25 - Reply

    ich weiss nicht ich finde es nicht so cool car sharing da kann ja jeder gleich machen was er will die Leute wissen echt nicht mehr wie die geld machen sollen haha, also Delu bin vollkommen deiner meinung 🙂

  6. Steffen 18. Oktober 2013 at 07:48 - Reply

    Hallo,

    hier in Berlin ist die Auswahl wirklich groß. Man sieht an jeder Ecke, so kommt es mir jedenfalls vor, Autos von car2go oder drivenow.

    Gruß
    Steffen

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