Lieber Herr de Meo,

Mit großem Interesse habe ich den Bericht in der Online-Ausgabe von Autohaus.de über Ihre Auffassung zur Vetriebsstrategie von Audi gelesen! (Nachzulesen hier: http://www.autohaus.de/nachrichten/vertriebsstrategie-audi-macht-haendler-digitaler-1556082.html)

Für mich als Automobilverkäufer ergeben sich ein paar Fragen, die ich gerne an Sie als Audi-Vertriebsvorstand stellen würde:

  • Mir ist gänzlich unklar wie ein regionaler Händler ihrer Marke von den neuartigen Cyberstores in den Metropolen profitieren kann?
  • In dem Bericht wird die Fahrzeugkonfiguration per Tablet-PC als eines der Module des Showroom-Konzepts vorgestellt und erwähnt dass aktuell bereits 500 Betriebe es einsetzen und im Jahr 2015 ein flächendeckender Roll-out im Handel ansteht. Was erhoffen Sie sich, lieber Herr de Meo von der geänderten Fahrzeugkonfiguration per Tablet-PC? Wo ist der entscheidende Mehrwert zur Fahrzeugkonfiguration am Schreibtisch via PC?
  • Im Bericht werden Sie mit der Aussage „Wir brauchen verschiedene Handelsformate für verschiedene Bedürfnisse.“ zitiert. und der Bericht führt nebulös weiter aus: Audi unterstütze die Händler mit neuen Technologien, wo immer sie diese benötigten. Allerdings werden diese neuen Technologieen, bis auf die aufgeführte Fahrzeugkonfiguration per Tablet-PC, verschwiegen. Welche neuen Technologieen meinen Sie konkret?
  • In einem weiteren Zitat betonen sie dass sie neue Profitmöglichkeiten für Autohäuser finden müssen. Welche Profitmöglichkeiten planen Sie für Ihre Vertriebsmannschaft – also die Damen und Herren Verkäufer – genauer: Automobilverkäufer?
  • Angeblich sehen sie im Carsharing keine Chance, Geld zu verdienen – liegt das vielleicht auch daran, dass die großen nationalen Autovermieter sich vertraglich schon alle an andere Automobilhersteller gebunden haben?
  • Das Nutzungskonzept „Audi Select“, bei dem Kunden für eine Monatsrate bis zu drei unterschiedliche Modelle im Jahr fahren können, hatte doch BMW schon vor Jahren innerhalb eines Leasingmodell am Markt platziert (im Sommer Cabrio, im Winter SUV) und nach ein paar Monaten wieder eingestellt. Wo ist der Unterschied zu ihrem Nutzungskonzept, bzw. warum sind sie der Meinung dass Ihr Nutzungskonzept vom Kunden angenommen wird?
  • Zitat „Daten werden für die Autobranche künftig eine wertvolle Währung werden“. Wenn sie diese wertvolle Währung nutzen wollen, warum werden dann diejenigen, die diese Daten derzeit direkt live vor Ort vom Kunden/Interessenten einholen, für diese Tätigkeit nicht vergütet sondern partizipieren nur und einzig am Verkauf/Abschluss einer Stückzahl?
  • Wann beginnen Sie aus den Automobilverkäufern Mobilitätsberater zu machen und welche Vergütungsform planen Sie für die Mobilitätsberater?
  • Warum setzen Ihre Vertragshändler heute kaum die Social-Media-Kanäle zur direkten Kundenansprache ein?

Gerne erwarte ich Ihre Antwort per Email – direkt an meine Redaktion: marketing@footstepsmalta.com

Mit freundlichen Grüßen,

Frank