Chevrolet Cruze – oder: Warum ich gerne mal über den Tellerrand schaue…

//Chevrolet Cruze – oder: Warum ich gerne mal über den Tellerrand schaue…

Chevrolet Cruze – oder: Warum ich gerne mal über den Tellerrand schaue…

Während man als Automobilverkäufer eigentlich immer nur „gleiches mit gleichem“ im sogenannten „statischen Produktvergleich“ vergleichen kann, habe ich es mir schon seit Jahren zu einer Angewohnheit gemacht immer mal wieder auch mal „ähnliches mit anderem“ zu vergleichen.

Diese Produktvergleiche hinken vielleicht, allerdings schärfen sie mir auch immer wieder meine Sinne was andere Marken mittlerweile können oder was „wir“ doch noch besser können oder andersrum. Es hilft, die markeneigene rosarote Brille mal abzunehmen und sich einfach mal auf Neues und Unbekanntes einzulassen – und so schlenderte ich in der letzten Woche einfach mal zum Opel… ähm… NEIN – zum Chevrolet Händler und wollte mir einfach mal ein wenig den Chevrolet Cruze ansehen.

Chevrolet CruzeDer Cruze ist wirklich ein sehr interessantes Beispiel wie ein Konzern mit einer anderen Marke sich aus dem Konzernbaukasten bedient um dennoch etwas eigenständiges zu schaffen – denn der Chevrolet Cruze nutzt die nicht nur die Plattform des Opel Astra, er hat auch das gleiche Fahrwerk und den identischer Motor – was aber nicht gleich ist, ist der Preis, denn selbst in der Top-Ausstattungsvariante LT+ stehen beim Diesel als Listenpreis lediglich 21.990.- Euro in der Preisliste und somit ist der Cruze schon mal fast 4000,- Euro günstiger wie der Bruder aus Bochum. Der Cruze wirkt aber nicht wirklich diese viertausend Euro billiger – er wirkt… ich geb es zu – gut!

Ein wirklich großer Kombi für Menschen die Platz brauchen und denen sowohl die Marke als auch der Produktionsstandort (beim Cruze: Südkorea, Russland und China) eher nicht interessieren – und die auch kein Problem mit Plasik haben – denn davon ist beim Cruze allerdings auch beim Astra viel im Cockpit vorhanden. Der Cruze ist anscheinend für eine andere Zielgruppe entwickelt worden, denn es gibt weder Xenon-Licht noch eine automatische Heckklappe – auch nicht für Geld und gute Worte.

Der Verkäuferkollege (ich gab mich zu erkennen…) sagte mir aber auch, dass die Kunden die dieses Fahrzeug interessiert und auch kaufen, wissen dass sie sowas wie einen Astra-light kaufen der halt nun mal die eine oder andere Sonderausstattung nicht anbietet, allerdings unterm Strich dafür auch um einiges günstiger in der Anschaffung ist.
Aus Konzernsicht hat der Cruze somit sicherlich seine Daseinsberechtigung wenngleich er dem einen oder anderen Verkäuferkollegen der Rüsselsheimer Traditionsmarke noch mehr Sorgenfalten in der sicherlich jetzt schon nicht einfachen Zeit bringt. Eine ähnliche Zweitverwertungs-Strategie fährt ja Audi mit Skoda – BMW und Mercedes haben diese Art der Produktionskosten-Umverteilung derzeit (noch) nicht auf den Strassen.

By |2013-05-27T08:12:31+00:0015.04.2013|Allgemein|0 Comments

About the Author:

Mein Name ist Frank* ich bin 39 Jahre alt und zertifizierter Automobilverkäufer. Seit nunmehr 17 Jahren verkaufe ich Automobile im Premiumsegment, Hier im Blog schreibe ich über meine persönlichen Erlebnisse und Ansichten. (*Name wurde geändert)

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