Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e. V., kurz ADAC, ist Deutschlands größter Automobilclub mit Sitz in München. Fast jeder der ein Auto besitzt kennt diesen Automobil-Club und spätestens seit der missglückten Wahl zum „Lieblingsauto der Deutschen“ samt den aufgedeckten Manipulationen ist der Automobil-Club unter Druck gekommen und viele fragen sich, ob man überhaupt so eine Mitgliedschaft in einem Automobilclub wie dem ADAC benötigt.

Bevor man nach Alternativen Ausschau halten kann sollte man sich zunächst die so genannte Basis-Mitgliedschaft des ADAC etwas näher ansehen. In der ADAC Basismitgliedschaft sind folgende Leistungen beinhaltet:

  • Pannen- und Unfallhilfe in Deutschland
  • ADAC Unfall-Notruf 24
  • Fahrzeugbergung in Deutschland
  • Juristische- technische und touristische Beratung
  • ADAC Vorteilsprogramm

Wer sich also nach echten Alternativen umsieht sollte auch das komplette Leistungsspektrum im jeweiligen Vergleich berücksichtigen, denn die Mobilitätsgarantieen der Autohersteller beim Kauf von Neu-, Jahres oder Gebrauchtwagen sind einfach „nur“ Mobilitätsgarantieen – also kurz gesagt: Die Garantieen ziehen nur, wenn das Auto liegen bleibt – also eine Panne hat. Die oftmals im Kaufpreis des Fahrzeugs inkludierten Mobilitätsgarantieen der Autohersteller umfassen meist einen Pannendienst, das Abschleppen zu einer Vertragswerkstatt und falls nötig einen Leihwagen wenn der Schaden nicht innerhalb von bestimmten Zeiten repariert bzw. instandgesetzt werden kann und gelten meist in ganz Europa.

Mobilitätsgarantie vs. ADAC Basismitgliedschaft

Während also die Mobilitätsgarantieen sich grob gesprochen darum kümmern dass ihr Auto bei einer Panne schnell wieder flott ist, kümmert sich ein Automobilclub innerhalb einer Mitgliedschaft auch um die Unfallhilfe und somit auch um das Bergen eines Fahrzeugs nach einem Unfall. Natürlich kalkuliert niemand damit dass er einen Unfall hat, und somit ist der Betrag den man bei einem Automobilclub jährlich als Mitgliedsbeitrag zahlt auch eher mit einem Versicherungsbetrag gleichzusetzen – denn egal welche Versicherung man auch hat – diese schließt man auch nur für den Worst-Case-Fall ab und hofft zugleich darauf, dass dieser Fall nie eintrifft.

Benötigt man überhaupt die Mitgliedschaft in einem Automobilclub?

Diese Frage füllt oftmals ganze Stammtischabende – und kann genauso wenig mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden wie die Frage ob man eine Vollkaskoversicherung benötigt oder nicht, denn solange nichts passiert, könnte man natürlich Geld sparen wenn man nicht in einem Automobilclub Mitglied ist. Solange der Fahrzeughersteller im Rahmen seiner Mobilitätsgarantie das Auto wieder flott macht und man keinen Unfall hat sind hier (je nach Laufzeit der Mobilitätsgarantie) schnell ein paar 100er gespart – wenn aber das nigelnagelneue Auto selbstverschuldet verunfallt kann das Abschleppunternehmen alleine für die Bergung und Verbringung des Fahrzeugs einen vierstellige Betrag in Rechnung stellen wenn man eben kein Mitglied in einem Automobilclub ist und somit ist der anfängliche Spargedanke schnell ins Gegenteil gedreht und viele konjunktive Sätze bilden dann die Grundlage für lange Gesichter.

Kurzum: Die Mitgliedschaft in einem Automobilclub ist sicherlich nach-wie-vor sinnvoll – ob es dann der ADAC oder einer der vielen anderen Automobilclubs sein soll ist oftmals eine Mischung aus jeweiligem Angebot, Bauchgefühl und Geschmack.