Karriere: Glaspalast oder Fähnchenhändler?

//Karriere: Glaspalast oder Fähnchenhändler?

Karriere: Glaspalast oder Fähnchenhändler?

Die Entscheidung Automobilverkäufer zu werden stand fest. Nur Wo? für welche Marke? Was die Marken-Entscheidung anging, liess ich mich einfach von meinem Gefühl leiten. Ich hatte schon immer eine gewisse Sympathie für eine gewisse deutsche Automobil-Marke und wusste von dieser Marke auch schon sehr viele Sachen die weit über das Quartettspiel am Schulhof hinaus gingen – und es macht ja Sinn, wenn man einen Job sucht, bzw. in meinem Fall einen Jobwechsel anstrebt, dann die Leidenschaft und Passion für ein gewisses Produkt in den Fokus zu stellen – so war es zumindest bei mir.

Automobilverkaeufer bei der Standortwahl

Ein Vertrieb bei einem „freien“ Händler oder einem Gebrauchtwagenhändler mit Fähnchen-Platz schied für mich kategorisch aus – ich wollte schon eine Marke vertreten.  Nun kam zunächst mal die Frage nach dem Wo? Und diese Frage ist heute noch genauso aktuell wie damals – oder vielleicht sogar noch aktueller geworden. Es gibt zwei verschiedene Arten von Markenhändlern hier in Deutschland:

  • Inhabergeführte Vertragspartner
  • Niederlassungen

ich beriet mich damals sehr lange mit „Mr. Olymp“ über die Vorteile und Nachteile die beide Vertriebspartnerschaften als Arbeitgeber und auch als Basis meiner Arbeit haben – und auch heute ist klar – es gibt keinen eindeutigen Tip, ausser vielleicht einen: die ganz kleinen Autohäuser werden im Laufe der Zeit wie damals die Tante-Emma-Läden immer mehr verschwinden – eigentlich schade, aber die können weder den Erwartungsdruck der Hersteller finanziell stemmen, noch die Erwartungshaltung der Kunden auf Dauer befriedigen – somit wird es nur noch Mehr-Haus-Vertragspartner geben, also mehrere Fillialen, mehrere Autohauser unter einem Firmenmantel – mache nennen sich auch Group, Gruppe oder wie auch immer.

„Nur“ Neuwagen oder auch Gebrauchtwagen

Ich entschied mich damals, zunächst mein Glück bei einem Inhabergeführten Vertragspartner zu suchen, da ich dort meiner Meinung nach, mehr in kürzerer Zeit (er-)lernen kann, da es dort oftmals nicht die strikte Trennung zwischen Neuwagen und Gebrauchtwagen gibt und da mir gerade zum Erlernen dieses völlig neuen Berufs für mich auch die kurzen hausinternen Abläufe von Vorteil sind. Auch Mr. Olymp riet mir dazu, dann so könne ich zunächst mal alles lernen, sehen und mich dann nach-und-nach auf einen Bereich, ein Thema spezialisieren. Diese Flexibilität reizte mich, so war ich nicht starr in einem Bereich integriert sondern konnte zunächst alles Wichtige erkunden. Ich studierte nun intensiv die Tageszeitungen nach Stellenangeboten für Automobilverkäufer.

By |2012-04-28T05:57:05+00:0027.04.2012|Karriere|5 Comments

About the Author:

Mein Name ist Frank* ich bin 39 Jahre alt und zertifizierter Automobilverkäufer. Seit nunmehr 17 Jahren verkaufe ich Automobile im Premiumsegment, Hier im Blog schreibe ich über meine persönlichen Erlebnisse und Ansichten. (*Name wurde geändert)

5 Comments

  1. Carlo 22. Juni 2013 at 18:13 - Reply

    Ich interessiere mich fürs Verkaufen, aber wesentlich weniger für Autos. Ich würde mich freuen, wenn Sie in Zukunft vielleicht mehr über Ihre persönliche Karriere schreiben. Wie kam es, dass Sie sich auf einen bestimmten Bereich spezialisiert haben? Was waren Schlüsselerlebnisse? Was haben Sie aus Ihrer langjährigen Tätigkeit gelernt? Was ist ihrer Meinung nach das Wichtigste, wenn man erfolgreich verkaufen will? Was würden Sie einem motivierten und talentierten Praktikanten auf die Frage „Was möchten Sie mir für meine Karriere mit auf den Weg geben“ antworten?

    Ich selbst habe mit 14 ein Jahr lang telefonische Kaltakquise gemacht. Zu der Zeit war ich leicht überdurchschnittlich, aber ohne, dass ich irgendwas über NLP, Kommunikation, Zielerreichung, etc. gehört oder gelesen hatte. Die Idee, Verkäufer zu werden, finde ich nach wie vor faszinierend, aber inzwischen habe ich mich als Empathie-Trainer selbstständig gemacht.

    Klar, habe ich als Selbstständiger auch regelmäßig Verkaufssituationen, aber was ich ein bisschen Schade finde ist, dass ich nie von einem Verkaufsurgestein wie Ihnen oder Ihrem Mr. Olymp lernen konnte. Dabei wäre mir besonders wichtig, dass man in einer realen Praxissituation von erfahrenen Praktikern lernt.

    Um ehrlich zu sein, spiele ich sogar mit dem Gedanken Teilzeitverkäufer zu werden. Was halten Sie davon? Sollte ich dann besser 1 Jahr lang 2 Tage pro Woche oder 3 Monate am Stück jeden Tag verkaufen? Welche Branche würden Sie mir für diesen Plan empfehlen? Wie war es bei Ihnen, wie lange haben Sie gebraucht um 80% von Ihrem jetzigen Wissen und Können zu lernen?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort!

    Viele Grüße

  2. gastleser 26. Juni 2013 at 19:50 - Reply

    Hallo Frank,

    ich würde gerne deinen Rat einholen. Ich bin begeisterter automobiler. Habe alle Phasen durch außer Sonderverkäufer bzw Gewerbe. Habe auch den neuen Trend Ankauf von privat kennengelernt. Leider muss ich feststellen das erstrebenswerte Angebote/provisysteme usw. so Rar sind das ich nicht mehr die Lust und kraft habe mich für wenig Geld auf Provi Basis zu verhuren( bitte entschuldige den Ausdruck). Ich fuehle mich leer habe das Gefühl ich trete auf der stelle die letzten Jahre. Nun ist es an der zeit für mich zu überdenken wie ich mein wissen nutzen kann um mich neu zu orientieren. Was würdest du/ihr in solch einer Situation machen, welche Branche ist erstrebenswert und sucht unser now how und bietet erstrebenswerte Verdienstmöglichkeiten und eine Perspektive.

    Vielen dank für eure Antwort und Tippsund Anregung

    • Frank 26. Juni 2013 at 20:33 - Reply

      Hallo Gastleser,

      das was Du mir schreibst erleben derzeit viele andere Verkäufer genauso – glaub mir! Es ist zwar KEIN Trost – aber es geht derzeit vielen Verkäufer genau so wie Du es treffend beschreibst. Auch viele meiner Kollegen – und wenn ich ehrlich bin auch ich persönlich haben mittlerweile das Gefühl dass es nicht mehr besser werden kann… Der Automobilverkäufer so wie Du ihn kennst und wie ich ihn derzeit noch „betreibe“ ist eine aussterbende Spezies – damit musste Dich abfinden. Innerhalb der Branche zu wechseln, ist wie als Cowboy das lahmende Pferd gegen ein anderes krankes Pferd zu tauschen – und glaub mir: Woanders ist vielleicht es vielleicht auf den ersten Blick besser – aber nur (!!!) auf den ersten… Fakt ist – der Verdienst wird immer weniger – die Vorgaben immer höher und der Druck daraus und der Erwartungsdruck der Kundschaft steigen stündlich. Es gibt viele Kollegen die sich derzeit neu orientieren, umschauen – aber das Problem ist – wie Du auch richtig schreibst – es gibt kaum Alternativen!

      Zwei Kollegen haben sich selbständig gemacht habe ich hier: beschrieben. Vielleicht hast Du auch den Mut…

  3. gastleser 26. Juni 2013 at 20:55 - Reply

    Hallo Frank,

    vielen Dank für deine Antwort. Ich bin einerseits beruhigt das nicht nur ich es so sehe, sondern auch erfolgreiche Verkäufer wie DU. Keine Frage ich stehe hinter den Mermalen und den Für und Wieder unseres tollen Berufes, nur ist es mit der Idylle dieser Tätigkeit genauso wie mit der Tätigkeit der Fernfahrer, eben alles andere als der König der Landstrasse, der König des Vertriebs.

    ich frage mich ernsthaft, wie die Hersteller Ihre Anforderung hinsichtlich der Personalsuche noch vertreten, naheliegender Weise die Auswahl der Staerksten, ok bis dahin logisch, nur wenn ich als gestandener Verkäufer das Gfeühl erhalten, völlig überzogene psychologische Tests über mich ergehen lassen zu müssen und dann in einen retail standort Kollegen im 2 stelligen Bereich vorfinden zu müssen, brauche ich nicht weiter hier zu skizzieren wie die Verdienstaussichten aussehen.

    Egal ob Premiuim oder Volumen, überall wird mit wasser gekocht.
    Die goldenen Zeiten sind einfach vorbei, der Vertieb wandelt sich und man sich damit unwergerlich auch. Egal ob bei daimler, bmw , audi auch dort verdient man nicht mehr zich tausende €. Ich rede hier vom Neueinstieg. Neuwagenverkäufer oder Juniorverkäufer, Festgehalt oder besser gesagt Deadline und danach Verdienst auf kredit bis der ignorante Roboter names VK leiter sagt danke, sicherlich nur ein beispiel, klar aber dieses ist verdammt schwer, mit familie unmachbar bzw sehr schwierig, denke ich.

    Genau das denke ich auch Frank, warum nicht selbstständig machen, sich dem Diktat der Hersteller und seines Arbeitgebers entziehen, Ware gibt es mehr als genug, die WEGE kennen wir, Vorteile haben wir, welche den beleg zum erfolgreichen Versuch belegen, schauen wir uns doch diese Landschaft an, dann sehen wir das wir bestens ausgebildet sind dafür. Warum machen jetzt gerade Businessideen, wie wirkaufendein auto etc kasse, weil sie die zeichen erkennen, ok zwar auf kosten des personals aber eine Frage an alle, was hält uns auf? Wenn ich ein komepeten Partner finden würde, wüsste ich was ich übermorgen mache. Bei Erträgen wo mir schlecht wird ist die Überlegung nicht fern (selbstverständlich ist das nicht die Regel mit den Bruttoerträgen)

    Gruß

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