Auf Augenhöhe…

//Auf Augenhöhe…

Auf Augenhöhe…

Die letzten war es ein wenig ruhiger – ich habe nicht so viele Berichte online gestellt – was daran lag dass irgendeiner einer Vorgesetzten gemeint hat dass wir Verkäufer unbedingt mal wieder ein Training bei einen Verhaltenstrainer brauchen… Wir? Verkäufer? Verhaltenstrainer?

Also im Grunde brauchen wir wirklich keine. Trainer mehr der uns irgendeine neue Theorie beibringt, aber wenn unsere Vorgesetzten uns da nicht hinschicken geht denen bzw. Dem Autohaus viel viel Geld flöten – denn irgendein sehr weiser Mensch hat einmal festgelegt dass Verkäufer neben den normalen Produktschulungen mindestens einmal im Jahr für x Tage eine weitere Schulung brauchen, und damit jedes Autohaus auch diesem Wunsch nachkommt, wurde gleich noch eine Prämie ausgelobt wenn die Damen und Herren geschult wurden.

Witzig ist, dass das Autohaus Geld bekommt wenn wir geschult werden, aber wir lediglich den ganz normalen Ausgleich beantragen können… – also kein Mehrgeld – aber das kommt vermutlich ja wieder rein wenn wir den Inhalt des Trainings verinnerlichen…

Der Autoverkäufer als Dienstleister…

Was das Thema des Trainings war? Ich hab’s verdrängt – aber es war irgendwas mit „der Autoverkäufer als Dienstleister“. Ich hab’s deswegen verdrängt weil der junge Typ der uns diesen Stoff an zwei tagen vermitteln sollte hieran kläglich gescheitert ist, also wenn man ehrlich ist, ist er nicht am Stoff gescheitert, sondern an der Realität und an ca 12 Verkäufern die ihm diese Realität schonungslos nahegebracht haben…

Es ist immer wieder traurig und gleichzeitig stimmt es mich (und auch die anderen Teilnehmer) nachdenklich wenn ich wirklich das was da im offenen Stuhlkreis zwischen Flipcart und Moderationskarten uns vermittelt werden sollte, so leben würde… – besser gesagt – es ist total Realitätsfremd ohne Ende!

Es ist eine komplette Umkehr von alledem was eigentlich ein miteinander zwischen Kunden und Verkäufer ausmacht – aber das was er da vorne versucht hat uns klarzumachen war, das wir in Zukunft eine devote Grundhaltung anlegen sollten und getreu dem Motto „dienst“ leisten…. Von verhandeln auf Augenhöhe wär da nichts, eher unterwürfig aufschauen…

Es mag sein dass ich dazu schon zu alt bin, aber ehrlich, wenn das die Zukunft ist, dann bin ich froh dass ich diese Zukunft nicht mehr so lange – zumindest als Angestellter im Autohaus – miterleben muss… – wie lange hab ich noch zur Rente???

By |2014-03-25T17:42:05+00:0027.03.2014|Allgemein|17 Comments

About the Author:

Mein Name ist Frank* ich bin 39 Jahre alt und zertifizierter Automobilverkäufer. Seit nunmehr 17 Jahren verkaufe ich Automobile im Premiumsegment, Hier im Blog schreibe ich über meine persönlichen Erlebnisse und Ansichten. (*Name wurde geändert)

17 Comments

  1. verkäufer 28. März 2014 at 04:53 - Reply

    Hallo Frank,
    nur eine kurze Frage an Dich und diejenigen, Die sich durch diesen Beitrag angesprochen fühlen.

    Hat Mann/Frau den Eindruck, dass der (Verkäufer) „Dienstleister am Kunden“ mittlerweilen auf Augenhöhe mit dem Rest des Vertriebes arbeitet ?
    Oder wird nur noch von oben nach unten diktiert, auch was die persönliche Entwicklung betrifft.
    Und mal im Ernst: Woher soll der Trainer auch wissen wie es geht.
    Die Trainerschaft ist mittlerweilen ein eigenständiger Verein bei den Herstellern. Die sitzen Ihre 8 Stunden oder weniger ab und gut ist.

  2. Frager 28. März 2014 at 08:03 - Reply

    Guten Morgen
    Sie schreiben:
    „Also im Grunde brauchen wir wirklich keine. Trainer mehr der uns irgendeine neue Theorie beibringt, aber wenn unsere Vorgesetzten uns da nicht hinschicken geht denen bzw. Dem Autohaus viel viel Geld flöten – denn irgendein sehr weiser Mensch hat einmal festgelegt dass Verkäufer neben den normalen Produktschulungen mindestens einmal im Jahr für x Tage eine weitere Schulung brauchen, und damit jedes Autohaus auch diesem Wunsch nachkommt, wurde gleich noch eine Prämie ausgelobt wenn die Damen und Herren geschult wurden.“

    Meine Frage lautet:
    Haben die GF ein „Qualitätsmanagementsystem“, welches die „Wirksamkeit einer Schulung“ untersucht (ist ein Normenpunkt, der das abfragt) bzw. gleich in die selbe Frage eingefügt: Ist der GF für die Führung des Unternehmens hinreichend „befähigt“?

    • Frank 31. März 2014 at 06:28 - Reply

      Hallo Frager,
      in den meisten Autohäusern kann ich beide Fragen mit „Nein“ beantworten!

      • Frager 2. April 2014 at 08:23 - Reply

        Dankeschön für diese (schlimme) Antwort.
        ich hatte schon gedacht, dass man mit einer gediegenen Ausbildung ein Unternehmen erst führen darf.
        Zum Glück bedarf es keines erfolgreichen Abschlusses und Fachverstand zur Sache ;-(

      • Verdeckt 5. September 2014 at 08:48 - Reply

        Aber nicht alle Autohäuser sind so aufgebaut 😉 Es gibt auch noch die Guten ^^

  3. Frank 2. April 2014 at 16:50 - Reply

    Im Prinzip is es auch egal ob irgendein QM-System die Wirksamkeit der Schulung untersucht – der Hersteller hat die Schulung für „gut“ befunden und in seinem Programm zertifiziert – und nachdem das Autohaus für die Schulungsmaßnahme Geld bekommt, braucht ein GF oder Vorgesetzter die Schulung nicht mehr prüfen, sondern lediglich den Geldeingang vom Hersteller 😉

    • Frager 3. April 2014 at 05:55 - Reply

      „der Hersteller hat die Schulung für “gut” befunden und in seinem Programm zertifiziert “

      So einfach ist das nicht, denn:
      es muss im Audit die Wirksamkeit einer Schulung nachgewiesen werden…. oder fälschen die Auditierten die „Bewertungsbögen“ und geben vor, dass diese Bewertungen vom Autohaus stammen?

      • Frank 3. April 2014 at 06:24 - Reply

        ähm… fragt sich hat WER auditiert – wenn überhaupt…

        • Frager 3. April 2014 at 06:32 - Reply

          nun, man könnte ja bei der Oberinstanz aller Zertifizierungsinstitute (das ist jene, die die Korrektheit von Zertifizierungen und deren Durchführenden prüft) mal anfragen, wie so manches Zertifikat (= Bescheinigung) zustande kam:

          http://dakks.de

          Die kommen dann ganz schnell mal vorbei, denn diese sind für die Überwachung zuständig.

          • Frank 3. April 2014 at 06:41

            Du denkst ein Stück zu weit – ich weiss es zwar nicht besser, aber ich bin der Meinung dass zumindest die Schulung die ich da in den letzten Wochen erhalten habe nicht offiziell zertifiziert wurde, sondern – vom Hersteller thematisch vorgegeben und – wenn überhaupt – auch vom Hersteller „zertifiziert“ wurde…

  4. verkäufer 2. April 2014 at 17:57 - Reply

    In der Regel ist es jedoch so, dass der Hersteller den Betrieben Geld für Schulungen abknöpft.
    Ansonsten kann ich der Einschätzung von Frank voll und ganz beipflichten.
    Abgesehen davon liegt es gar nicht im Ermessen eines GF oder Vorgesetzen einen Mitarbeiter zu Schulung zu schicken oder nicht.
    Das, und nicht nur das, wird vom Hersteller angeordnet und fertig !
    die GF´s und Vorgestzen schauen, dass Ihre Statistiken im rechten Lich erstrahlen und gut ist.

  5. Frager 3. April 2014 at 05:53 - Reply

    Das wird das System völlig falsch verstanden und ist wirkungsfrei, der Dozent aber erhält eine 5 von den Teilnehmern, denn TN, die *müssen*, die bewerten stets mit „schlecht“ und man kann sich auch einen „Schein“ ausstellen lassen, ohne dorthin zu fahren, wo nichts gesagt wird.

  6. Frager 3. April 2014 at 06:52 - Reply

    eine „Zertifikat“ ist übersetzt eine „Bescheinigung“. Folglich kann man alles und jedes „bescheinigen“… Zum Beispiel: den Gang zur Toilette, der den Anforderungen (welche? Die definiere ich nach Belieben…) entspricht.
    Zertifizieren kann ich alles und jedes willkürlich…. den Rest kann man sich ja dann denken….deren Bedeutungsgehalt inklusive.

    Hier scheint mir der Fall so zu liegen, dass der Hersteller „bescheinigt“ hat, dass er den Inhalt des Lehrganges **gesehen** und zur Kenntnis genommen hat und es einen ProzessEigner gibt, der nach einer Verfahrensanweisung einen Kurs kreiert hat, der dann (von wem?) freigegeben wurde und nach einer bestimmten (also abforderbaren) Verfahrensanweisung in die Autohäuser verbracht wurde.
    Der Turnus der Schulungen wurde mit benannter Anzahl (pro Jahr) abgefordert.
    Das auf Wirksamkeit hin überprüft wird, dass scheint mir nach gelesenen Ausführungen *nicht* der Fall gewesen zu sein.

    Wie gesagt:
    Ein Zertifikat (kann jeder ausstellen, jeder….) bescheinigt das das Gebotene den Empfänger übermittelt worden ist.

    • Frank 3. April 2014 at 07:14 - Reply

      Damit überforderst Du Autoverkäufer und Autohausinhaber/GF/VKL allerdings – denn nachfragen und hinterfragen ist nicht gewünscht, schon gleich gar nicht wenn der Hersteller etwas vorgibt und Autohaus und Autoverkäufer sich an diese Vorgaben halten müssen – um Falle der Schulungen gibt der Hersteller lediglich die Schulungs-Frequenz als „Empfehlung“ vor und bonifiziert das Autohaus wenn seine Empfehlung eingehalten wird – nicht mehr aber auch nicht weniger. Wer irgendwas zertifiziert hat und wenn doch, warum, hat hier nur statistische Zwecke. Der Hersteller gibt (bis auf wenige Themen wie z.B. „Compliance“) selten die Inhalte der Schulungen vor.

  7. F1AMG 3. April 2014 at 12:19 - Reply

    Die Sinnhaftigkeit dieser sogenannten Schulmanntage kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ich kann mich an keine Schulung innerhalb des letzten 1ß Jahre entsinnen, die mir wirkliche Vorteile vermittelten. Hatte mal hier in der Runde jemand ein Training , welches ihn wirklich neue Erkenntnisse brachte?

    • Frank 3. April 2014 at 14:07 - Reply

      Ähm – ich weiß zwar nicht was Schulmanntage sind, aber es hört sich spannend an 😉

      Ich hatte in meiner Laufbahn sicherlich schon solche Trainings aber das ist schon lang lang her…

  8. F1AMG 3. April 2014 at 15:30 - Reply

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